Metall- und Elektroindustrie - Motor der Wirtschaft
Die Metall- und Elektro-Industrie ist eine der wichtigsten Industriebranchen in Deutschland. Sie ist vor allem durch den Technologiewandel gewachsen: Aus der Automation heraus und der bedeutenden Entwicklung unseres Maschinenbaus sind Metall- und Elektro-Industrie zusammengeführt worden. Als jüngstes Schwergewicht zählen wir auch große Teile der IKT zur M+E-Industrie: Mikroelektronik, Roboter, Datennetzwerke, vom Computer gesteuerte Produktentwicklung, Produktionsstufen und Maschinenparks machen deutlich, dass ohne IKT auch kein Betrieb der klassischen Metallindustrie mehr auskommt.
Metall- und Elektro-Industrie, das ist der Motor unserer Wirtschaft. Nur drei Kennzahlen brauchen wir, um das eindrucksvoll zu belegen:
. Arbeitsplätze
Rund 3,5 Millionen Mitarbeiter sind bei den M+E-Unternehmen beschäftigt.
Allein im Januar 2008 wurden 27.000 neue Stellen geschaffen - ein Zuwachs, wie wir ihn zuletzt 1960 hatten.
. Ausbildungsplätze
Rund 185.000 junge Männer und Frauen lernen einen der Berufe der M+E-Industrie;
. Export
M+E-Unternehmen lieferten 2007 Waren im Wert von rund 550 Milliarden Euro an Kunden im Ausland. Die Exportquote lag damit bei etwa 60%.
Die Produkte der M+E-Industrie sind aus unserer heutigen Welt nicht mehr weg zu denken. Sie reichen vom Kraftwerk für den Strom bis zum Mikrochip für Computer oder Handys, von Autos, Flugzeugen oder Schiffen über High-Tech-Produktionsanlagen bis zu feinmechanischen Produkten aus der medizinischen oder optischen Industrie.
Zu den Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie gehören sowohl die großen Hersteller wie die kleinen Zulieferfirmen, die Nischenanbieter ebenso wie die Produzenten von Konsumgütern. Entsprechend breit gefächert ist die Palette der Unternehmen, die sich hinter dem Begriff "Metall- und Elektro-Industrie" verbergen.
Die M+E-Industrie glänzt durch innovativen Fortschritt. Zukunftstechnologien werden entwickelt, erprobt und in die Serienproduktion integriert. Innovation und Forschung sind Voraussetzung für das Bestehen am Markt. Und die M+E-Industrie besteht seit einigen Jahren wieder hervorragend.
Dabei beschränkt sich der Drang nach neuen Entwicklungen zwangsläufig nicht nur auf die Produkte. Auch die Produktion ist einem stetigen Wandel unterworfen. Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation stehen ebenso laufend auf dem Prüfstand wie die Anforderungen an die Mitarbeiter. Deren Know-how und Qualifikation sind die wichtigsten Ressourcen unseres Industriestandortes Deutschland. Demzufolge gilt ein hohes Augenmerk aller Betriebe der M+E-Industrie der Ausbildung und Weiterbildung. Aus eigenen Ressourcen kann die M+E-Industrie zurzeit ihren Bedarf an Fachkräften nicht befriedigen. So wird besonders die außerbetriebliche Weiterbildung zu einem extrem wichtigen Zukunftsfaktor für die Industrie.
Die leistungsstarken Branchen der M+E-Industrie
Die M+E-Industrie ist mittelständisch geprägt: 70% der Betriebe haben bis zu 99 Mitarbeiter, 28% bis zu 999 und nur 2% mehr als 1000.
Die fünf großen Branchen der M+E-Industrie sind: der Maschinenbau (954.000 Beschäftigte), die Automobilindustrie (773.000), die Elektrotechnik (610.000), die Metallverarbeitung (603.000) und die Branche Feinmechanik, Optik, Uhren (238.000).
Im Ländervergleich der OECD liegt die deutsche M+E-Industrie nach Produktionswert auf Rang 3, hinter USA und Japan. Nimmt man Wertschöpfung und Beschäftigung als Kriterien, so hat außer in Südkorea die M+E-Industrie in keinem anderen großen Industrieland eine so hohe volkswirtschaftliche Bedeutung wie in Deutschland.
Stark ist die deutsche M+E-Industrie, weil ihre Betriebe vielfach Marktführer in spezialisierten, weltweit bedienten Marktsegmenten sind. Ein weiterer Grund liegt in einem intensiven, auch länderübergreifenden Leistungsverbund, der durch verstärkte Auslandsinvestitionen noch intensiver wirkt. 2005 waren deutsche M-E-Unternehmen an 4.323 ausländischen Firmen mit knapp 1,3 Millionen Mitarbeitern und einem Umsatz von 560 Milliarden Euro beteiligt.
Hauptkriterien für die sehr gute Marktposition sind
- Technologieführerschaft, die durch laufende Innovationen gestärkt wird
- ein breites Produktprogramm
- hohe Produkt-Service-Qualität
- Kundennähe
- qualifizierte, flexible und motivierte Mitarbeiter
- eine vergleichsweise hohe Produktivität
Die M+E-Industrie ist in allen großen Zukunftsmärkten gut aufgestellt.
Daten und Fakten M+E-Industrie
Zahl der Betriebe: 2003 . Zahl der Beschäftigten: 2007 . Quelle: Gesamtmetall
- Maschinen- und Anlagenbau
7.200 Betriebe; 956.000 Beschäftigte - Automobilindustrie
1.284 Betriebe; 774.000 Beschäftigte - Elektrotechnik
3.400 Betriebe; 610.000 Beschäftigte - Stahl- und Metallverarbeitung, Ziehereien, Kaltwalzwerke
4.740 Betriebe; 620.000 Beschäftigte - Feinmechanik, Optik, Uhren
2.200 Betriebe; 238.000 Beschäftigte - Luft- und Raumfahrtindustrie
110 Betriebe; 75.000 Beschäftigte - Gießereien
438 Betriebe; 74.000 Beschäftigte - Nichteisen-Metallerzeugung, -halbzeugwerke
245 Betriebe; 60.000 Beschäftigte - Schienenfahrzeugbau, sonstiger Fahrzeugbau
218 Betriebe; 42.000 Beschäftigte - Informations- und Telekommunikationsindustrie
211 Betriebe; 27.000 Beschäftigte - Schiffbau und Meerestechnik 120 Betriebe; 24.000 Beschäftigte
Die jeweils aktuellen Zahlen finden Sie hier: www.gesamtmetall.de
