Elektrotechnik greift auf fast alle Industrien über
Metallindustrie und Elektroindustrie zu einem Verbund zusammenzufassen, war der erste Schritt. Damit wurde vollzogen, was von Jahr zu Jahr an Realität gewann: Über per Computer gesteuertes Technisches Zeichnen, computerisierte Produktentwicklung, CNC-Maschinen und Produktionsroboter war die Elektrotechnik zum wesentlichen Bestandteil der Metallindustrie geworden.
Dieser Vorgang wiederholt sich in zahlreichen anderen Industrien. Der Anteil der Branchen, die noch nicht überwiegend elektronisch gesteuerte Prozesse in der Produktion nutzt, wird immer kleiner. So gibt es für die Elektroindustrie auch in den nächsten Jahren noch viel neues Terrain zu erobern.
Die Nachfrage nach den klassischen Experten der Elektrotechnik (Maschine, Antrieb, Geräte, Systeme, Energie) wird weiter steigen. Noch weitaus größer wird allerdings der Bedarf an IT-Spezialisten. Netzwerke, Datensicherheit, Verfügbarkeit der benötigten Daten in unterschiedlichen Systemen - das sind die Themen, die neben permanenten Produktinnovationen die Elektroindustrie in den kommenden Jahren beschäftigt.
Service wird ein entscheidender Faktor
Bereits in den vergangenen Jahren ist der Dienstleistungsbereich in der gesamten Elektroindustrie enorm gewachsen. Die Entwicklung wird so weiterlaufen. Experten rechnen damit, dass der Dienstleistungsanteil an der gesamten Wertschöpfung der Elektroindustrie schon bald an die 50% betragen kann.
Das liegt vor allem an der weltweiten Vernetzung dieser Industrie und den besonderen Voraussetzungen in Deutschland. Massenbauteile der Elektrotechnik können in Deutschland nicht mehr zu vertretbaren Kosten hergestellt werden. Deshalb konzentriert sich die Industrie bei uns auf komplexe Bauteile, innovative Produkte und komplizierte Systemtechnik. Zudem spielt der Export spielt eine große Rolle. Diese Disposition der Industrie erfordert mehr Fachkräfte, die sich allein mit Implementierung von Geräten und Systemen beschäftigen, Anpassungen in spezifische Umgebungen vornehmen, eine Einführungsphase begleiten und Wartungsarbeiten übernehmen.
Selbstständiges Arbeiten ist Trumpf
Vollkommen klar, dass bei solchen Aussichten die Anforderungen an Fachkräfte in der Elektroindustrie steigen. Mehr als bisher kommt es auf Teamwork, Kommunikationsfähigkeiten und Problemlösungskompetenz an. Selbstständiges Arbeiten ist gefragt, auch in ganz unterschiedlichen kulturellen Umgebungen.
Natürlich steigen zusätzlich die Anforderungen an die Fachkompetenz. Die Betriebe der Elektroindustrie werden mit überdurchschnittlichen Investitionen in die Weiterbildung dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter zeitnah an neue Entwicklungen herangeführt werden.
Gute Chancen haben in der Elektroindustrie Industriemeister und alle Techniker der verschiedenen Sparte. Sie bieten allein durch ihre Qualifikation Gewähr, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Sie entsprechen dem Anforderungsprofil der Führungskräfte, die in den nächsten Jahren händeringend gesucht werden.
